Pferderassen

Im Lauf der Jahrhunderte sind aus vielen Vollblutrassen durch gezielte Zucht verschiedene Kreuzungen und somit neue Rassen entstanden. Es zeigt, wie vielseitig diese wunderbaren Tiere sein können, egal ob man sie als Arbeitspferde einsetzt, was eine gewisse Robustheit erfordert, oder als Sportpferd für Pferderennen oder Dressur- und Springreiten.

Hier eine Übersicht über die bekanntesten Pferderassen

American Quarter Horse

Sie gehören mit rund 4,6 Millionen registrierten Pferden zur weltweit am meisten verbreiteten Rasse. Das in den USA gezüchtete Pferd eignet sich hervorragend zum Westernreiten.

Araber

Diese Rasse ist eine Untergruppe der Vollblutaraber. Deren Blut ist nicht rein genug, um als Vollblutaraber zu gelten, der Anteil an Fremdblut wiederum ist aber zu gering, um einer der drei anderen Rassen wie Anglo-Araber, Arabische Halbblüter oder Shagya-Araber zugeordnet werden zu können. Die Verbreitung der Pferde ist weltweit, als Zuchtgebiete gelten Europa und Nordamerika. Der Araber kann als Sport-, Reit- und Nutzpferd verwendet werden, und alle Farben sind möglich.

Berber

Der Berber ist nach dem Vollblutaraber eine der ältesten Pferderassen. Seinen Ursprung hat die Rasse in Nordafrika, wo sie auch nach wie vor gezüchtet wird, aber auch Frankreich und Deutschland zählen zu den Zuchtgebieten. Eignet sich ganz besonders für Dressur, Distanzsport, Geländesport und für Distanzrennen.

Deutsches Classic-Pony

Es stammt vom Shetland-Pony ab, wird in Deutschland gezüchtet und ist auch nur dort verbreitet. Es eignet sich ganz besonders als Reitpferd für Kinder und als Fahrpony.

Englisches Vollblut

Dies ist eine in Großbritannien gezüchtete Rasse speziell für Pferderennen und Reitsport.

Haflinger

Das weltweit verbreitete Pferd stammt aus Südtirol. Namensgeber ist die Stadt Hafling bei Meran. Gezüchtet werden die hauptsächlich als Nutzpferde verwendeten Tiere in Deutschland, Österreich und Italien. Aber auch für Sport und Freizeit ist diese Rasse sehr beliebt.

Hannoveraner

Diese Pferderasse ist die von den Zahlen her stärkste europäische Warmblutzucht. Die seit dem 15. Jahrhundert in Niedersachsen gezüchteten Pferde sind in Europa sehr stark verbreitet. Diese Pferderasse zählt zur erfolgreichsten ihrer Art im Spring- und Dressursport.

Islandpferd

Das Islandpferd, auch Isländer oder unrichtigerweise Islandpony genannt, ist eine vielseitig einsetzbare Rasse, die als sehr robust gilt. Die in Island und auch Deutschland gezüchteten Pferde sind in Europa und Nordamerika verbreitet.

Lipizzaner

Die Rasse wurde zum ersten Mal 1786 schriftlich erwähnt und ist die älteste Kulturpferderasse. Namensgeber ist die Stadt Lipica im heutigen Slowenien. Diese wegen ihres geringen Bestandes allerdings gefährdete Haustierrasse eignet sich ideal als Fahr- oder Reitpferd.

Mustang

Ist die Bezeichnung der in Nordamerika wild lebenden Pferde. Demzufolge gibt es auch keine professionelle Zucht dieser Rasse.

Noriker

Das in Österreich und Bayern gezüchtete Gebirgspferd gilt als besonders robust und ausdauernd und wird hauptsächlich als Kutsch- und Reitpferd verwendet.

Shetlandpony

Stammt von den Shetlandinseln und wurde zu Beginn der industriellen Revolution im englischen Bergbau als Lasttier eingesetzt. Heutzutage erfreuen sich Kinder über die genügsamen Pferde und sie werden häufig als Fahrpferde eingesetzt. Gezüchtet werden die Tiere nach wie vor in England; sie sind hauptsächlich in Europa und Nordamerika verbreitet.

Vollblutaraber

Es ist die rein gezüchtete Form des arabischen Pferdes und ist – natürlich – ein Vollblüter. Der Ursprung der Pferde liegt auf der arabischen Halbinsel, wo es auch neben den USA, England, Deutschland, Polen, Ungarn und Russland, gezüchtet wird. Weltweit verbreitet werden die edlen Pferde als Zuchttiere, für Shows und als Reitpferde eingesetzt.

Westfale

Diese Rasse ist die zweitgrößte deutsche Warmblutzucht. Sie hat ihren Ursprung in Westfalen und ist in ganz Deutschland verbreitet. Zudem ist der Westfale ein beliebtes Freizeit- und Sportpferd.